2017: Zehn Jahre Birkenhof-Wohngemeinschaft!

Es wird schon weitergeh’n …!“ – diese Liedzeile trällerte unser früherer WG-Bewohner Paul B. immer wieder fröhlich vor sich hin – und sie ist in der WG mittlerweile zu einer stehenden Redewendung geworden. Sie könnte auch als Motto über einem Erfahrungsbericht aus 10 Jahren Birkenhof-WG stehen.

Ein Blick in den Alltag: Wenn Klara M. und Paul B. (die Namen wurden geändert) mit ihrem Besuch auf dem großen Balkon sitzen, grüßen zwischen den Häusern der Birkenhofsiedlung die nahen Schwarzwaldhänge herüber. Im Sommer genießen die beiden hier im Schatten alter Bäume so manches Kaffeekränzchen, im Winter können sie durch die hohen Glastüren und Fenster die Spatzen im Vogelhäuschen beobachten. Paul B. – inzwischen mit 99 Jahren verstorben – gehörte 2007 zu den ersten Bewohnern der WG. Sie war ein sehr passendes neues Zuhause für ihn, der keine Familie mehr hatte. Klara M. zog vor 5 Jahren ein, als ihre Angehörigen sie wegen fortgeschrittener Demenzerkrankung nicht länger zu Hause pflegen konnten.

Gegründet wurde die WG von einer Initiativgruppe von pflegenden Angehörigen und Pflegekräften, mit Unterstützung des Vereins Labyrinth. Am 1. Juni 2007 konnten die ersten Bewohner einziehen. Seitdem hat sich die Birkenhof-WG als alternatives Wohn- und Pflegemodell für Menschen mit Demenz im Dreisamtal etabliert. Und so ist es nur folgerichtig, dass Labyrinth mit dieser WG auch im Verbund der sozialen Einrichtungen des Dreisamtals („Netzwerk für Gutes“) vertreten ist. Das Modell der selbstverwalteten, ambulant betreuten WG hat sich in unseren Augen bewährt. Wir schätzen es, weil es mit einem bedarfsgerechten Personalschlüssel individuelle Begleitung und Pflege sowie weitgehende Selbstständigkeit und Teilhabe der Bewohner ermöglicht.

Aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Birkenhof-WG gibt das legendäre Freiburger Männerquintett „Öl des Südens“ ein Benefizkonzert. (28.10.2017, 19 Uhr, in der Kirchzartener Talvogtei. Näheres unter „Aktuelles / Veranstaltungen“) Der Erlös ist für die Anschaffung neuer Schränke und für eventuell zu ersetzende Großgeräte gedacht. Nach 10 Jahren starker Beanspruchung kann man sich vorstellen, dass manches nicht mehr ganz „frisch“ ist ...